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P R E S S E S P I E G E L - 2007 / 2008 / 2009

 

 

:: Liebe auf den ersten Blick
Sie sind noch nicht ausgestorben, die französischen Chansons. Und nicht nur im NaturFreundehaus Rastatt fanden sie begeisterte Aufnahme. Nein, Bernd Köhler (Gitarrist und Sänger) meinte sogar, den Hauch einer Renaissance dieser Gattung wieder zu spüren, die seit fast 30 Jahren nur noch Insidern ein Begriff ist. (...)Blandine Bonjour gefällt mit ihrer sprechenden, klaren Stimme. Ihr Witz funkelt aus jedem Ton, ihr Charme bezaubert, leuchtet durch jede Textzeile, jede Phrase der Melodie. Es war ein „Coup de Foudre” mit diesen beiden Interpreten, „eine Liebe auf den ersten Blick” mit ihrer kraftvollen und lebendigen Musikalität und der revolutionären Hoffnung, die sich in allen Themenbereichen ihrer Musik findet und der sie Stimme geben.(...) // Martina Holbein im Badischen Tagblatt, 19. April 2010, Rastatt

 

:: Für die Demo und einen lebendigen Geschichtsunterricht
Im Zuge von Massenarbeitslosigkeit, Kriegspolitik und Terrorwahn formiert sich erneut ein Widerstand von unten, der Solidarität stiftende Songs gut gebrauchen kann. Auch die Klassiker kommen dafür in Frage. Zumal dann, wenn sie so frisch daherkommen, wie auf dem neuen Album von ewo2 - mit Lust am Experiment, das jedoch stets in eingängige Songstrukturen eingebettet ist. Musikalisch treffen Folk und Rock auf Elektronik. (...) Fazit: Taugt zum Zuhören, für die Demo und einen lebendigen Geschichtsunterricht! // Thomas Wagner in melodie & rhythmus (Berlin), März 2010

 

:: Utopische Tendenzkunst
(...) Bernd Köhler – auch bekannt unter dem Namen „Schlauch” – steht seit vierzig Jahren in der Tradition der Künstler, die konsequent eine Verbindung von Politik und Musik verfolgen. Das kleine elektronische Weltorchester mit Christiane Schmied, Hans Reffert (Guru Guru), Laurent Leroi und Adax Dörsam – gegründet vor fast zehn Jahren für eine Multimedia-Inszenierung zum siebzigsten Todestag des russischen Revolutionspoeten Wladimir Majakowski – ist die Fortsetzung dieses Ansatzes mit neuen musikalischen Mitteln. Konstantin Wecker forderte im Folker angesichts der Verhältnisse vor einiger Zeit „utopische Tendenzkunst”. Wie die aussehen kann, zeigen Bernd Köhler und ewo2. // Michael Kleff in „Folker”, (Magazin für Folk, Lied und Weltmusik) 1/10 >> Die besondere CD

 

:: Aussergewöhnliches Projekt
... manche Interpretationen altbekannter Lieder erscheinen beim ersten Hinhören ziemlich gewöhnungsbedürftig, doch genau das macht den Reiz dieser Arrangements aus: du horchst auf, hörst neu hin. Die Aussage kommt aus einer völlig neuen Richtung, ein altes Lied erhält neue Kraft, Melodie und Text sind wieder da, und es wird klar: das gilt ja immer noch, das ist ja noch (oder wieder) ganz aktuell. Diese Lieder werden noch gebraucht. Das kleine elektronische Weltorchester ist ein wirklich außergewöhnliches und sehr lebendiges musikalisch-politisches Projekt um den Mannheimer Musikanten Bernd Köhler, in früheren Jahren auch als „Schlauch” bekannt. Folk, Elektronik und Rock'n'Roll bilden eine Melange, die Engagement, künstlerischen Anspruch und Spaß auf hervorragende Weise miteinander verknüpft. 
// Kai Engelke (Köpfchen - AG Burg Waldeck 1/10)

 

:: Mit Respekt
Bernd Köhler, älteren Aktivisten besser als „Schlauch“ bekannt, kultiviert seit den frühen Siebzigern das Liedgut deutscher und internationaler Arbeiter- und Revolutionsbewegungen. Und das nicht im stillen Kämmerlein. Mit seinem 1999 gegründeten kleinen elektronischen Weltorchester ewo2 tourt der Musiker und Komponist eigener Widerstandslieder heute erst recht munter durch die Republik; zuletzt sorgten sie auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin für Erbauung. Ihr Repertoire wächst beständig, weshalb nun das – soeben prämierte – Nachfolge-Album vorliegt. Erstaunlich, wie zeitlos aktuell die Texte alter Arbeiterhits wie dem Solidaritätslied von Brecht / Eisler, dem Bet und Arbeit (1863) von Georg Herwegh, dem Heckerlied oder dem wundervoll gesungenen Bergarbeitersong Sixteen Tons von Merle Travis bis in unsere Gegenwart hineinwirken. Auch, weil ewo2 den Stücken inhaltlich und musikalisch mit Respekt begegnen, ohne ihre Strahlkraft durch allzuviel Pathos zu erdrücken. // ver.di-Mitgliederzeitschrift „publik”, Nr.12 2009

 

:: im orientalischen Stil
Arbeiterlied, Elektrobeat - Politische Arbeiterlieder in modernem, internationalen Sound: ewo2. »Das kleine elektronische Weltorchester–ewo2« mit dem Liedermacher Bernd »Schlauch« Köhler erschafft das Arbeiterlied neu: Alte und neue Kampflieder mit Klampfe, Akkordeon und elektronischen Klängen. Bertolt-Brecht-Klassiker im orientalischen Stil. Preisträger der deutschen Schallplattenkritik 2009. // „metallzeitung”, Mitgliedermagazin der IG Metall, 02-2010

 

:: gegen den Strich gebürtstet
Das kleine Bremer Schallplattenlabel „Jumpup" von Matthias Henk ist erstmalig mit einer Produktion auf der Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik vertreten - in der Sparte Lied und Chanson wurde die CD „avantipopolo2“ der Gruppe ewo2 in die jüngste Bestenliste aufgenommen. Das Ensemble um den Mannheimer Songschreiber und Sänger Bernd Köhler hat für dieses Album historische und aktuelle Revolutions- und Widerstandslieder neu bearbeitet und um Eigenkompositionen ergänzt. (...)
Die eingängigen Melodien hat das kleine elektronische Weltorchester kräftig und überhaus intelligent gegen den Strich gebürstet, sodass diese Agitationslieder einen völlig anderen, auf den Text konzentrierten Anstrich bekommen. // Weser-Kurier Kultur, 22. November 2009

 

:: Gesanglich, klangliche Dekonstruktion
„Vergessen Sie alles was Sie über Lieder der Arbeiterbewegung zu wissen meinten, machen Sie sich locker und lauschen Sie, wie das kleine elektronische Weltorchester die alten Arbeiterkämpfer zum Tanzen bringt. (...) Das Prinzip der Montage, vereint mit gesanglich, klanglicher Dekonstruktion. Auch für Bernd Köhler ein Lernprozess. Vom Polit- und Agitpropliedermacher der siebziger Jahre zum kritisch-selbstkritischen Kopf von ewo im Quadrat, dem kleinen elektronischen Weltorchester aus Mannheim – Aus alt mach neu. Dafür gibt es jetzt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.” // Eberhard Reuß im SWR2 - Mittagsjournal, 12. November 2009

 

:: Packen und mitreißen
„Weltwirtschaftskrise und Globalisierung haben neues Interesse an Liedern des politischen Widerstands geweckt. Die Mannheimer Band ewo2 hat gerade ihre zweite CD mit solchem Liedgut und dem Titel „Avanti Popolo2” herausgebracht. (...) Kämpferisch und engagiert deklamiert und sang Köhler. Ihm geht es darum, zu packen, mitzureißen. Auch die alten Klassiker von Bert Brecht/Hanns Eisler haben dazu Potential. Sei es die „Resolution der Kommunarden” oder das „Solidaritätslied”. Und weil dieses ein internationaler Appell ist, zupft Adax Dörsam arabische Melodien auf seiner Saz dazu. Laurent Leroi steuert ein fantasiereich und filigran gespieltes Konopfakkordeon bei. Hans Reffert ist ein Mann des Blues. Darum gab er eine eindringliche Interpretation des alten Klassiker „16 Tons”, der von der Ausbeutung amerikanischer Bergwerksarbeiter erzählt. Alles Leid der geschundenen Bergleute schrie er heraus, rau und wild und bluesig, von den wimmernden Klängen seiner Slide-Gitarre sparsam begleitet. Die Not des Volkes war auch für den russischen Poeten Wladimir Majakowski ein Thema, sei es in der Sowjetunion oder in Deutschland. „Schon” ist eine düstere Ballade über das Berlin der 30er Jahre, von Christiane Schmied in düsteren Klängen eindrucksvoll vertont. Die Keyboarderin zeigte den ganzen abend über ihre Qualitäten als Soundtüftlerin, die auch mal mit clubbigen Beats den alten Widerstandsliedern ein modernes Outfit verpasst. // Rainer Köhl in der „Rheinpfalz”, 24. September 2009

 

Georg Spindler – Mannheimer Morgen – 22. Sept. 2009
Hinter dem Bandkürzel ewo verbergen sich drei Mannheimer Musiker mit Renommee: der Sänger/Songschreiber Bernd Köhler, unter dem Künstlernamen Schlauch in den 70er Jahren als politischer Liedermacher bekannt, der Gitarrist Hans Reffert, eine der Galionsfiguren der Mannheimer Rockszene, und die Keyboarderin Christiane Schmied, die in den 90er Jahren mit der Girl-Group The Tillies aufhorchen ließ. Dieses "kleine elektronische weltorchester" (ewo) unternimmt eine gewagte Gratwanderung: Arbeiter- und Revolutionslieder, als Agitsongs zum Mitsingen eher konventionell strukturiert, musikalisch zu aktualisieren. Auf ihrer neuen CD "... in dieser Zeit - avantipopolo 2" (Jump Up) kommt die Combo so zu einigen durchaus brillanten Ergebnissen.

 

UNIQUE (Wien) – Nummer 04-09
...it’s not my revolution!“, erklärte Emma Goldman 1931 und welche/r Aktivist/in kann sich ihr nicht anschließen. Was ist eine politische Bewegung ohne ihre Musik? (...) Musik gegen die Krise macht ewo2, die Gruppe um den Liedermacher Bernd Köhler, der in den letzten Jahrzehnten schon umfassend politisch aktiv war. Gut, dass Lieder wie „Gute Tradition (Nazis raus aus unsrer Stadt)” zeitlos hör- und tanzbar sind, denn notwendig sind sie leider immer noch.

 

WAZ - Westfälische Allgemeine Zeitung – 25. April 2009
„Während Bernd Köhler – in der Ennepe-Ruhr-Region auch bekannt als „Schlauch“ – mit seinen Liedern und Interpretationen kein Unbekannter ist, gab es in diesem Konzert eine neue Konstellation. Mit der Französin Blandine Bonjour, die seit etwa 20 Jahren in Mannheim lebt, setzte das Duo an diesem Abend – wie könnte es anders sein - mit seinem Programm französische Akzente. Das Programm: ein buntes Bouquet, von den Spott-, Tanz- und Trinkliedern des neunzehnten Jahrhunderts über die politischen Lieder um die Pariser Commune, kraftvoll und mitreißend – aber auch die leisen, melancholischen Töne wurden perfekt und überzeugend vorgetragen. Eine tolle Kombination diese beiden Künstler: engagiert und kompetent. Man spürt, diese beiden Interpreten leben ihre Lieder! ”

 

Christof Meueler in JungeWelt (Berlin) - 30.12.2008
„Bernd Köhler ist schneller als die Klischees. Vergleichbar mit Lucky Luke, der auch schneller zieht als sein Schatten. Sozusagen die Avantgarde in der eigenen Propaganda. (...) Bernd Köhler ist aber vor allem schneller als die Klischees, weil er direkt zur Sache kommt. Einfache Worte für die großen Dinge. Liebe und Revolution, darunter geht nichts, gerade im Alltag. (...) Bei Köhler ist die Musik sehr bedacht. Die läuft nicht nur mit, sondern macht sich eigenständig, traut sich was, haut rein, schwankt auch mal und kitzelt. Sie wartet und rauscht davon, will was und kommt zurück. Bei Liedermachern selten anzutreffen. Da gibt es immer noch das Gitarrengehaue (1.Generation), die süßliche Weltmusik (2.Generation) und neuerdings das Indiegepose (3. Generation). Köhler kennt sie alle und macht lieber Kunst.

 

Kai Engelke in „Köpfchen”, Infomagazin der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck, 02-2008 „Sie ist in bestem Sinne ungewöhnlich, die neue CD von Bernd Köhler. Köhler schreibt die Lieder, die er allein für notwendig erachtet. Seine berechtigte Kritik an bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen formuliert er differenziert, kein bisschen plakativ, nahezu verhalten. Es gelingen ihm eindringliche Sprachbilder und er beherzigt tatsächlich die von ihm auch ausgesprochene Erkenntnis, dass das Große oft im Kleinen liegt. Schöne Beispiele dafür sind die beiden letzten Lieder auf der CD, „Drei Steine” und das sympathische Liebeslied „Eine nette Geschichte“. Auch das Hintergründige, das augenzwinkernd Ironische bekommt seinen Platz, z.B. in den Liedern „Dicker Hund” oder „Porte-Monnaie noir”.”

 


Rainer Rupp über ein Workshop-Wochenende des Freidenker-Verbandes (Burg Waldeck, Juni 2008) „Das größte Interesse fand der auf die Praxis aktueller, linker Proteste orientierte Workshop von Bernd Köhler (Schlauch). Der mitreißende Liedermacher verstand es, in kürzester Zeit mit den Workshop-Teilnehmern einen Chor zu formieren und aktuelle Streiklieder einzustudieren, die das neue Blitz-Ensemble dann am Abend auf der großen Bühne unter freiem Himmel vortrug, mit überwältigendem Erfolg.”

 

Rainer Katlewski im Musikmagazin „Trottoir” (Berlin), Heft 58/08
„Nach langen Jahren der Pause als Liedermacher stellt Bernd Köhler neue poetische und engagierte Lieder vor, die mit hörbar französischen Einflüssen musikalisch gekonnt arrangiert sind. Lieder, die Lebensfreude und die Utopie einer anderen Welt verteidigen („Komm Marie“), die für Gelassenheit im alltäglichen Kampf plädieren („Der Stein des Weisen“) und die Profitlogik internationaler Konzerne kritisieren („SOS – In voller Fahrt“). Es sind ansprechende Metaphern, die den Kitsch früherer Jahre vermeiden. Lieder, die in den zukünftigen sozialen Auseinandersetzungen ihre Nützlichkeit haben werden.”

 

SWR2 Kultur-Journal aus Baden-Württemberg, 11-12-2007
„Es war ein Erfolg, der alle überrascht hat. Denn gleich mit seiner ersten CD wurde das „kleine elektronische weltorchester” aus Mannheim zur CD des Monats der Liederbestenliste gewählt. „Die neue Welt”, so heißt die CD der Mannheimer Musiker um den Liedermacher Bernd Köhler. Sie verbinden auf sehr eigene Weise elektronische Musik mit Volksmusik und Chansons, dazu anspruchsvolle Texte.”

 

Nikolaus Gatter im Musik-Magazin „Folker”, Sept. 2007
„Was wir so oft vermissen müssen, dieser talentierte Mensch wagt's noch einmal. Mit Gitarren und Keyboards von ewo, dem „kleinen elektronischen Weltorchester”, artikuliert er unversöhnliche Empörung gegen das Sosein des Daseins. Seine „neue Welt” hat nichts Selbstverständliches, Heimeliges, keine Moral, keinen Auswegweiser mehr. Das angeblich revolutionäre Subjekt lässt in „Reproduktion” die Hosen runter, und es ist, wie es ist. Liedermacheridole werden gegen den Strich gebürstet: Degenhardts „Vorstadtfeierabend“ mit gruseliger Basslinie aufgemöbelt, Brecht-Eislers glattpolierter Trösterichgesang vom Grund der Moldau an den Straßenrand geholt und dem Ernst der Schoah-Thematik ausgesetzt („Drei Steine”). Eine Produktion, die aufmerksame Ohren verdient!”

 

Michael Kleff (Deutschlandfunk) - Empfehlung für die Liederbestenliste, August 2007
„Vielen ist Bernd Köhler unter seinem Künstlernamen Schlauch bekannt, unter dem er in den siebziger und achtziger Jahren einige LPs mit Aktionsliedern veröffentlichte. Eine davon - „Schlauch Live - Das Hartmannstraßenkonzert 1989” ist als CD wieder erhältlich. Unter dem Titel „Die neue Welt” hat Bernd Köhler jetzt eine neue CD mit 12 Songs vorgelegt, die auch eine absolute CD-Empfehlung wäre. Doch da ich nun einmal mit einer Lied-Empfehlung dran bin, muss ich mich mit einem Titel begnügen. „SOS” heißt das Stück, das ich empfehlen möchte. (...) Mit „SOS” ist Bernd Köhler eine wunderbare Parabel gelungen, mit der er eine Gesellschaft anklagt, deren Definition von Freiheit bedeutet, „dass jeder kann wie er will / wenn er nur kann und wenn er nur will. / Was ist ein Menschenleben wert in diesem ungleichen Krieg. / Die Fäden werden im Hintergrund gezogen. / Übergeordnete Interessen diktieren die Regeln auf den Schlachtfeldern. / Und wir lassen uns immer wieder rekrutieren / rechtlos, vogelfrei, /irgendwann dann versenkt - / im friendly fire.”


Rhein-Neckar-Zeitung - 22-04-2008
„Es war kein Sturm auf den Palast, aber ein Hauch von Revolution lag doch in der Luft: Der Verein „Kunstpalast” brachte die Band ewo2 auf die Bühne der alten Schule. Mit ihrem Programm „Avantipopolo” sorgten die Künstler dafür, dass die Zuschauer einen Abend der poetischen und politischen Musik genossen.”

 

www.folkworld.de, März 2008
„Bernd Köhler singt im Geheul der Kriegssirenen seine trotzig schönen Lieder. Ganz nach dem Motto: Komm Marie, lass uns grad heut den roten Stern zum tanzen bringen! ”


Dirk Erb in Metallzeitung (Mitgliedermagazin der IG Metall) November 2007 „Viele Gewerkschafter kennen den Liedermacher Bernd Köhler noch unter seinem Spitznamen „Schlauch”. Auf seiner neuen CD schaffen er und das „Kleine Elektronischen Weltorchester” Klangwelten aus Rock- und Hawaii-Gitarren, Akkordeon und Elektroniksounds mit Anklängen an das Chanson. Die Texte sind politisch, auch mal rauhbeinig oder skurril. Der Titel „SOS - in voller Fahrt”, eine Parabel zum Thema Werksschließung, liegt ganz vorn in der internationalen Liederbestenliste deutschsprachiger Musik.”

 

Dietrich Jahns – Main-Echo - 27-09-2007
„Nachdenkliche, mitunter poetische, von Köhler selbst verfasste und komponierte Lieder fanden Anklang. Die Zuhörer sangen oft engagiert und begeistert mit. Dass Köhler stark vom französischen Chanson beeinflusst ist, wurde schnell deutlich. Er hat eine kraftvolle Stimme, seine Mimik und Gestik sind beeindruckend. Kongenial war auch die Darbietung seiner beiden Partner Hans Reffert und Christiane Schmied.

Nach einigen, vom Publikum erklatschten, Zugaben stand am Ende des Abends ein Lied des antifaschistischen Widerstands: »Gute Tradition«. Es wurde zuerst im Zusammenhang mit einem Parteitag der NPD für Mannheim komponiert und dort gesungen, später aus gegebenen Anlässen auch in anderen Städten.”

 

junge welt 21-09-2007
„Der kreative Mannheimer Liedermacher überrascht selbst seine Fans. Bernd Köhler hat mit ewo2 eine Reihe von bekannten Arbeiterliedern ausdrucksstark bearbeitet - die Künstler verführen zum neuen Hören.”

 

Rote-Hilfe Magazin 04-2007
„Bernd Köhler und seine musikalischen MitstreiterInnen haben sich mit fein justierten Paukenschlägen in der Szene zurückgemeldet und servieren zwei abwechslungsreiche, thematisch als auch musikalisch überzeugende CDs die vor allem Lust auf kommende Bühnenauftritte machen.”

 

Werner Lutz in UZ (Unsere Zeit), 10. August 2007
„Die obligatorische Frage, die man sich gelegentlich in guter Rückerinnerung an linke Kulturschaffende stellt, „Was macht eigentlich ...” - hat Bernd Köhler selbst mit dem inzwischen legendären Alstom-Lied (gemeinsam mit den KollegInnen eingesungen, die um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpften) schon vor einigen Jahren beantwortet.

Die neue Welt, in der wir leben, ist geprägt von den Folgen der Globalisierung. Bernd Köhler skizziert immer wieder die Auswirkungen der neoliberalen Veränderungen in seinem gewohnten Stil (anprangernd, nachdenklich, beschreibend, aufrüttelnd).

Die Degenhardt-Interpretation „Feierabend” (aus den frühen 60ern) auf dem Album wirkt vor allem durch die Musik absolut zeitgemäß: die Synthesizer-Klänge und die dumpfe E-Gitarre von Hans Reffert schaffen den Rahmen für ein bedrohliches Szenario der Wiederkehr der Lodenmäntel, das angesichts der Rechtsentwicklung (Kriegstreiberei, alte und neue Nazis, die auf dem Vormarsch sind) nicht übertrieben wirkt. - Auf Bernd Köhlers bei seinem Konzert am Pressefest angekündigte Hommage an Franz Josef Degenhardt darf man jedenfalls gespannt sein.

 

Gisela Büdel - MainPost: 28-09-2007
„Acht Gitarren, Keyboard, elektronische Maschinen, Verstärker. Betreten dazu drei Vollblutmusiker wie die des elektronischen Weltorchesters „ewo2” die Bühne, ist ihnen Aufmerksamkeit garantiert. Die drei Musiker stehen für Klassiker des politischen Liedgutes und raffinierte Eigenkompositionen. (...) Alles in allem eine kreative Mischung von revolutionärem Geist, Tradition und Moderne; in dem Bewusstsein, dass Erfahrungen von gestern auch heute noch aktuell und verwendbar sind.”

 

Badische Zeitung, Offenburg, November 2007
„ Was der Mannheimer Bernd Köhler und seine Band, die am Mittwoch Abend in der Großmarkthalle gastierten mit Liedern, Musik und Toncollagen alles anstellte, war witzig, lyrisch, hart ... Die Themen für sein Programm findet der Texter und Sänger Bernd Köhler auf der Straße: Aufmerksamkeit und gespanntes Zuhören bei den Zuschauern riefen nicht nur die Texte der Lieder hervor, es war auch ein besonderer Genuss, Köhlers Band zuzuhören. Die Musikerin und die Musiker, die seit Jahren in dieser Formation zusammenarbeiten, bewiesen großes Können und begeisterten mit einem perfekten harmonischen Zusammenspiel.”

 


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