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klar und frisch

Da sitzt es also ungläubig auf der Chaiselongue und reibt sich müde die Augen. Das neue Jahr ist jung und weiß ja selbst noch nicht, wohin die Reise gehen wird. Ein Schicksal, das wir alle mit ihm teilen. Was wird sein, das ist hier die Frage in den ersten Tagen des frisch gedruckten Kalenders. Auch auf der aktuellen Platte von Blandine Bonjour und Bernd Köhler steht sie weit oben auf der Liste.

„Che Sará?” fragen die beiden Musiker gleich im ersten Lied auf „Les nouveaux mousquetaires”. Hier ist es die Frage der Verzweifelten, die ihr Land verlassen müssen, nicht wissen, ob sie zurückkehren dürfen. Es ist ein sanftes und wehmütiges Protestlied, das den dreizehnteiligen Liederreigen eröffnet, der wieder einmal zeigt, dass man die Protestfahnen nicht zu schnell in den Schrank packen sollte. Klar und frisch klingt die Sorge um die Umstände der Welt. // Bernd Mand im Mannheimer Morgen, 16. Januar 2012 in einer Kritik zur CD „Les nouveaux mousquetaires»

 

 

Wenn Sprache musikalisch wird

Auf dem Programm standen „Lieder aus dem anderen Frankreich”, einem Frankreich abseits der Touristenattraktionen und des Luxus der Champs Élysées. (...) Aus ihrem Repertoire revolutionärer Chansons boten Blandine Bonjour und Bernd Köhler eine grandiose Auswahl. Ihre angenehm timbrierten Stimmen machten jedes Lied zu einer Geschichte in sich. Die Begeisterung schlug hohe Wellen, war es doch ein unterhaltsamer Abend trotz der durchaus ernsten Hintergründe in den Texten (...) Auf lockere und teilweise amüsante Art und Weise wurde von den beiden Künstlern moderiert, wobei viel Interessantes zu Tage trat. Hätte man so ohne Weiteres Franz Schuberts Lied „Die Forelle”, bei den Revolutionsliedern vermutet? Wohl kaum! // Schwetzinger Zeitung vom 29-03-11

 

 

Renaissance

Sie sind noch nicht ausgestorben, die französischen Chansons. Und nicht nur im NaturFreundehaus Rastatt fanden sie begeisterte Aufnahme. Nein, Bernd Köhler (Gitarrist und Sänger) meinte sogar, den Hauch einer Renaissance dieser Gattung wieder zu spüren, die seit fast 30 Jahren nur noch Insidern ein Begriff ist. Blandine Bonjour gefällt mit ihrer sprechenden, klaren Stimme. Ihr Witz funkelt aus jedem Ton, ihr Charme bezaubert, leuchtet durch jede Textzeile, jede Phrase der Melodie. Sie „spricht” klar und sehr deutlich, findet in ihrem vielfältigen Timbre für jede Aussage die entsprechende Klangfarbe. Was so theoretisch klingt, entspringt einer natürlichen, ursprünglichen Musikalität, der Stimme, die „aus dem Bauch” kommt und auf eine feinsinnige Art kultiviert wird. Authentisch die Melancholie in „Les feuilles mortes” von Jacques Prévert und wunderschön sinnierend „Ma Liberté” von Georges Moustaki. Mit Serge Gainsbourgs „Akkordéon”, einer Hommage an den einzigen Freund, den Blandine Bonjour stilsicher durch eine Melodika zu ersetzen weiß, träumt sie einen Musette-Walzer. Es war ein „Coup de Foudre” mit diesen beiden Interpreten, „eine Liebe auf den ersten Blick” mit ihrer kraftvollen und lebendigen Musikalität und der revolutionären Hoffnung, die sich in allen Themenbereichen ihrer Musik findet und der sie Stimme geben. // Martina Holbein im Badischen Tagblatt, 19. 04. 2010, Rastatt

 

 

bestechend schöne Liederbauten

Ehrlich und direkt klingen die Lieder auf dem kleinen Silberling mit dem programmatischen Titel "Chansons sans cigare". Eine Sammlung historischer Miniaturen haben die Mannheimer Musiker Blandine Bonjour und Bernd Köhler hier zusammengetragen, die sich von Bauernliedern des 19. Jahrhunderts über die Parolen der Pariser Commune bis in die politische Nachkriegszeit erstrecken. Allesamt sind sie eindeutig ohne Zigarre zwischen den Lippen und ohne überproduzierte Schleiflackspuren konserviert.

Blandine Bonjour und Bernd Köhler bauen im Zweigesang an klaren und oftmals bestechend schönen Liederbauten, während Köhlers Gitarre mit Unterstützung von Adax Dörsams Saitengriffen für ein sicher tragendes Gerüst sorgen.Herausgekommen ist dabei ein herrlich unverkopftes und seltsam zeitloses Kompendium jenseits der bekannten Liebes- und Leidenslieder der Chansonkultur. Bonjour und Köhler plädieren für ein Nichtvergessen mit festem Erzählton in der Stimme. Mit wachem Blick und einem Gespür für die kleinen Töne, die oftmals ihre melodischen Ursprünge mit Folkspuren aus den Protesthymnen der späten 1960er Jahre verbinden, schlagen Blandine Bonjour und Bernd Köhler die Brücke ins heutige Leben. Und das kann den Protest ganz gut gebrauchen. // Bernd Mand im Mannheimer Morgen vom 04. September 2010 in einer Kritik zur CD „Chansons sans cigare»

 

 

... frei von Krampf, Kampf und Agitprop

Mit »der Zeit der Kirschen« beginnt die CD, dem berühmten Chanson das von den Tagen der Pariser Commune und einer unglücklichen Liebe erzählt. Die Auswahl reicht von revolutionären Liedern des 19. Jahrhunderts bis zu den Songs der 68er, von Volksliedern bis zu Ferrat und Brassens. Sie überführt deutsche Klassiker wie »die Moorsoldaten« oder »die Gedanken sind frei« ins Französische. Und hält sich ansonsten frei von Krampf, Kampf und Agitprop. Stattdessen ein Text von Sartre als Kinderlied und »Göttingen« die Hymne der Deutsch-Französischen Annäherung in den 60ern.

Formal sind die Arrangements der 14 Titel auf der CD von Blandine Bonjour und Bernd Köhler durchaus puristisch. Zwei Stimmen und eine Gitarre, gelegentlich ergänzt durch eine zweite Gitarre oder Mandoline von Adax Dörsam. Chansons ohne Zigarre und ohne musikalische Mätzchen.” // Theo Schneider im SWR2-Kulturjournal 06. 10. 2010

 

 

nicht nur für die frankophile Gemeinde

Lieder aus dem anderen, dem revolutionären Frankreich verspricht das neue Album des Liedermachers Bernd Köhler. Hierfür hat er diesmal mit der Französin Blandine Bonjour kooperiert. In der Zusammenstellung verschwimmen die Grenzen von einer häufig als „Hochkultur» verklärten Welt der Chansonniers und den klassischen „Gassenhauern” des Volkes. In dieser Hinsicht scheint Frankreich - trotz vieler ansonsten strikteren Abgrenzungs- und Selektionsmechanismen zwischeen „Elite” und „Rest der Gesellschaft” - sowieso offener zu sein.

Ein gelungenes Album, das ein sehr buntes Potpourri bietet, von Chansons aus der revolutionären Geschichte Frankreichs, dem antifaschistischen Spektrum, bis hin zu einer Hymne der regionalistischen Bewegung und dürfte nicht nur für die frankophile Gemeinde von Interesse sein. // CONTRASTE - Dezember 2010

 

angenehmes Konzert

Ich schaute raus aus dem großem Fenster am anderen Ende des Saals und sah große Bäume sich leicht im Wind wiegen. Später gab es ein höchst angenehmes Konzert von Blandine Bonjour und Bernd Köhler. Zur akustischen Gitarre und kleiner Trommel wurden französische Lieder für und über die Commune, die Arbeiter und die Revolution im Duett gesungen. In dem Lied »Chiffon Rouge« von Michel Fugain für die 1981 streikenden Stahlarbeiter in Lothringen wird im Refrain »mehr Liebe, mehr Gerechtigkeit und mehr Freude« verlangt. Bei der Podiumsdiskussion hatte im Publikum einer aus Bayern gerufen: »Wer zum Schluß gewinnt, zeigt die Geschichte«. // Christof Meueler „junge welt“, 12-10-2011

 

 

Die kurze Zeit der großen Hoffnung

Mit ihrem Chansonabend in Limburgerhof erinnerten Blandine Bonjour und Bernd Köhler an die Tage der Pariser Kommune. Kämpferisch und engagiert, so klingen Köhler und Bonjour mit ihren Liedern, die Überzeugung mit der die Beiden sie vortragen ist spürbar (...) es macht den besonderen Zauber dieser Chansons aus, dass es hier auch immer wieder sehr poetische Bilder gibt, dass Hoffnung aufscheint und die beiden Künstler zeigen auch genügend Esprit und Humor, so dass niemand trübsinnig werden muss. Das Programm verbindet schöne Lieder mit politischer Haltung und interessanten Informationen zur Entstehung der Chansons. // Gereon Hoffmann in „Die Rheinpfalz“ - 16. 08. 2011

 

Gelungene Fusion

Wenn sich Bernd Köhler einem musikalischen Projekt annimmt, dann kann man nicht davon ausgehen, dass ein bisschen Trallala und Schunkelmusk dabei herauskommt. Der Kämpfer mit der Klampfe hat sich mit Blandine Bonjour eine gleichgesinnte Chansonniere aus Frankreich gesucht. Lieder für den Frieden, Lieder von der Sehnsucht nach Freiheit spielen sie zusammen. In diesem Fall sind es Lieder aus Frankreich, Quebec und Deutschland. (...) "Chanson sans cigare" ist eine gelungene Fusion deutsch-französischer Freiheitslieder. // Karsten Rube in FolkWorld 03/2011

 

 

Viel zu schnell zu Ende

Das bei Weitem Beste am Sonntag um die Mittagszeit war der Auftritt von Blandine Bonjour und Bernd Köhler. Dank der guten, geschulten und hörenswerten Stimmen Blandines wie auch Bernds und der ohne fette Verstärker auskommenden gesanglichen Darbietung - mit Gitarrenbegleitung - von den Zeiten der Pariser Commune bis heute, überwiegend in Französisch, aber auch in Deutsch. (...) Jedes Lied wurde den Zuhörenden im historischen, zeitaktuellen Zusammenhang erläutert und so sein für die Arbeiterbewegung bedeutsamer Wert nachvollziehbar nah gebracht. Beispielhafte deutsch - französische Verständigung "von unten" her. Die Gesamtdarbietung war viel zu schnell zu Ende. // ben in indymedia zum UZ-Volksfest in Dortmund / 28.06.2011

 

 

 

Vitale deutsch-französische Melange

Bisweilen etwas schwermütige, meistens aber beschwingte Chansonsammlung, die den Geist vergangener Zeiten atmet: Bauern- und Arbeiterlieder, die Pariser Commune, ein vertonter Text von Sartre, Kurt Demmlers »Lied von den Kranichen«. Hier haben sich zwei gefunden: Wahl-Mannheimerin und Chanson-Expertin Blandine Bonjour und der Liedermacher Bernd Köhler.
Ach, wenn man doch nur des Französischen mächtig wäre. Doch es gibt ja die schönen Erklärungen im Booklet und ganz plötzlich und mittenmang, eine famose Version des Evergreens »Die Gedanken sind frei«. Was für eine vitale deutsch-französische Melange! // Matthias von Viereck in „melodie & rhythmus “ (Berlin), November 2010

 

 

Der Geist der Commune lebt

Lieder aus dem anderen Frankreich haben Blandine Bonjour und Bernd Köhler in der Ludwigshafener Galerie Hartmannstrasse 45 präsentiert. Auch wer der französischen Sprache nicht mächtig ist, hatte viel Freude an dem Konzert, denn die Künstler haben Hintergründe und Bedeutung der Lieder erklärt. Dass in dieser deutsch-französischen Kooperation vor allem französische Lieder gesungen werden, hat auch einen historischen Grund, den Bernd Köhler ansprach: Während in Frankreich die Überlieferung der Lieder sehr lebendig ist, hat hier der Faschismus diese Tradition unterbrochen.

Der Schwerpunkt lag auf Chansons mit politischer Haltung. Oft ging es um die Pariser Commune, jenen heroischen Versuch im Jahre 1871 in Paris eine sozialistische Räterepublik zu errichten, in der die Ideale der Freiheit, Gleicheit und Brüderlichkeit für alle gelten. (...) Das Ganze betreiben die Beiden zum Glück nicht bierernst, sondern mit Esprit und Humor. Das eine oder andere Lied war auch dem Publikum bekannt und Mitsingen war ausdrücklich erwünscht. // Gereon Hoffmann in „die Rheinpfalz”, 31. Dezember 2010

 

 

 

Auch gut geeignet für den Schulunterricht

... gekauft habe ich mir die CD wegen „Le temps des cerises”. Es ist ein Lied über vergangene Liebe, gescheiterte Revolutionen und eine immer noch brennende Leidenschaft für beides. Dieses Thema zieht sich durch die Lieder der gesamten CD.(...) Musikalisch bietet die CD wunderschön warmen, oft zweistimmigen Gesang mit dezenter, aber ideenreicher musikalischer Begleitung. Eine CD für alle Freundinnen und Freunde des französischen Chanson - ja und natürlich auch gut geeignet für den Schulunterricht. // Peter Balnis in „Erziehung und Wissenschaft” 12/2010

 

 

 

Ohne Zigarre aber mit jeder Menge Gefühl

...zu den französischen Liedern, deren Texte natürlich nicht von allen Gästen des Abends zu verstehen waren, wurden immer Hintergrundinformationen über die Entstehung des Stücks und eine Übersetzung geliefert. So bekamen die Zuhörer fast einen kleinen französischen Sprachkurs und einen Streifzug durch die Geschichte und Kultur des Landes mitgeliefert. Auch teilweise sehr persönliche Anekdoten, wie die einzelnen Lieder das Leben der Musiker beeinflusst hatten, wurden erzählt und unterstrichen die lockere Atmosphäre. (...) Ein Höhepunkt des Chanson-Abends war das Lied "Die Gedanken sind frei", das von allen Gästen gemeinsam gesungen wurde und eine wunderschöne Stimmung vermittelte. Hier spürte man besonders die Begeisterung und Freude der Musiker, die alle Stücke mit großem Engagement vortrugen. // Odenwälder Zeitung vom 12. 10. 2010 zum Chansonkonzert in Mörlenbach (Odenwald)

 

 

Duo Köhler und Bonjour begeistern mit Chansons

Während Bernd Köhler – in der Ennepe-Ruhr-Region auch bekannt als „Schlauch“ – mit seinen Liedern und Interpretationen kein Unbekannter ist, gab es in diesem Konzert eine neue Konstellation. Mit der Französin Blandine Bonjour, die seit etwa 20 Jahren in Mannheim lebt, setzte das Duo an diesem Abend – wie könnte es anders sein - mit seinem Programm französische Akzente. Lieder aus dem anderen Frankreich. Das französische Chanson hat schon Generationen deutscher Liedermacher beeinflusst. So bekannte Künstler wie Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt oder Walter Mossmann nennen die Namen Francois Villon, Jacques Brel, Moustaki oder Georges Brassens, wenn sie über ihre Vorbilder oder ihre Inspirationen sprechen. Kaum eine Kultur hat einen so eigenwilligen Musikstil entwickelt wie die französische.

Das Programm: ein buntes Bouquet, von den Spott-, Tanz- und Trinkliedern des neunzehnten Jahrhunderts über die politischen Lieder um die Pariser Commune, kraftvoll und mitreißend – aber auch die leisen, melancholischen Töne wurden perfekt und überzeugend vorgetragen. Eine tolle Kombination diese beiden Künstler: engagiert und kompetent. Man spürt, diese beiden Interpreten leben ihre Lieder! Und die Texte? Im Lied „Les Corons“ zum Beispiel, erzählt der Autor von seiner Kindheit, über den Norden, wo die Erde Kohle war, wo es Bergarbeitersiedlungen gab und am Horizont den Himmel. Wie nah Frankreich damit dem Ruhrgebiet, dem Kohlenpott doch ist!

Die Seidenweber „Les Canuts“ webten die feinsten Stoffe für Könige und Fürsten, hatten aber selbst kein Hemd am Leib. Sie gingen 1831 auf die Straßen Lyons, um ihren Mindestlohn zu verteidigen. Für die zahlreichen Seminarteilnehmer des Gewerkschaftszentrums war’s eine aktuelle Erinnerung an die derzeit geführte Diskussion um den Mindestlohn in Deutschland. Kein Wunder, dass gerade dieses Lied vom Publikum mit starkem Beifall quittiert wurde. // WAZ (Westfälische Allgemeine Zeitung – Westfälische Rundschau, 25. April 2009